... dass jede zweite Wohneinheit in Deutschland energetisch marodes Glas in den Fenstern hat? Glas, das Wärmeverluste gerade in den jetzt kommenden Jahreszeiten verdreifacht und bei den Energiekosten erhebliche Kosten verursacht. Diese Verluste werden durch die physikalische Einheit „U-Wert“ ausgedrückt. Je kleiner dieser Wert, um so besser die Wärmedämmung.
Einfachglas, von dem auch heute noch eine ganze Menge in deutschen Fenstern und vor allem Schaufenstern verbaut ist, hat einen U-Wert (Ug) von 5,8 W/m2K. Das Isolierglas aus den 70ern bis in die 90er hat einen Wert von 3,0 W/m2K. Der heutige Standard liegt bei 1,1 W/m2K und geht hinunter bis zu 0,5 W/m2K. Was bedeutet das, wenn wir vom heutigen Standard ausgehen, bezogen auf eine Verglasung der 80er Jahre beispielsweise? Je nach Region in Deutschland bedeutet das für ein Einfamilienhaus mit ca. 20 m2 Fensterglasflächen, dass etwa 450 Liter Heizöl oder etwa 350,- € pro Heizperiode unnütz verpulvert werden, vergleichbar natürlich auch andere Brennstoffe.
Geht man weiter davon aus, dass bei gut erhaltenen Fensterrahmen ein Glasaustausch in diesem Einfamilienhaus etwa 2.500,- € kosten würde, heißt das, dass in 7 Jahren dieser Austausch amortisiert würde. Bei einer Lebenserwartung des Glases von bis zu 30 Jahren eine lohnende Investition! Und wenn die Energiepreise so wie vor 2 Jahren im Winter explodieren, dann rechnet sich das noch viel schneller. Und auf jeden Fall kann man die Ummontage auch bei der Steuer geltend machen.
Eigentlich für jedermann einleuchtend – nur die Wenigsten wissen das, denn man kann es dem Fensterglas nicht ansehen. Deshalb gibt es den Fensterglas-Test. Dieser kleine Test, jetzt in den kälter werdenden Jahreszeiten auf eine Verglasung platziert, verrät über Nacht, ob sich gutes oder schlechtes Glas in den Fenstern befindet. Und noch eines: Wer zuviel verheizt, schädigt zudem die Umwelt mit unnötigem CO2. Auch das lässt das Fensterglas-Testset erkennen.  |