TANN Landschaft im eigenen Wohnzimmer: Familie Both baut ein besonders lichtdurchflutetes und offenes Haus. Derzeit werden die riesigen bis zu einer Tonne schweren Fenster eingesetzt.
Viel Glas, lichtdurchflutete Räume und eine großzügige Raumaufteilung sind der Wohntraum von Bettina und Hartmut Both aus Tann. Seit rund einem Jahr bauen sie ihr neues Haus. In den Räumen versperrt nichts den Blick auf die Stadt mit Kirche und Schloss, den Habelberg, Milseburg und die Berge im Ulstertal bis hinein in die thüringische Rhön. Möglich machen dies riesige, bodentiefe rund 2,60 Meter hohe Fensterflächen in Pfosten-Riegel-Konstruktion – mehr Glas geht kaum. Die Südwest-Fassade ist komplett aus Glas und setzt sich ohne Säulen an den beiden benachbarten Hausseiten fort. Eine Reverenz an die großartige Aussicht in das Ulstertal. Zur Straße hin gibt sich das Haus dagegen verschlossener und schützt die Bewohner vor neugierigen Blicken. Das von den Architekten Trapp Wagner aus Hünfeld entworfene Haus, mit 280 Quadratmeter Wohnfläche auf drei Etagen, wird allein rund 136 Quadratmeter Fensterflächen haben. „Wir wollen zeigen, dass man ganz offen bauen kann und was mit Glas alles möglich ist“, sagt Hartmut Both, Inhaber der gleichnamigen Fenster- und Wintergartenbau-Firma in Tann. Die großen Fenster hat seine Firma gefertigt.
Der Betrachter im Inneren solle sich später fragen können, wo denn die Begrenzung des Hauses ist. Von allen Zimmern aus, aus der Badewanne und vom Küchenblock, werde man später in die Landschaft schauen können. Mit einem Kran und einer Sauganlage wurden in der vergangenen Woche bei Regenwetter die letzten der insgesamt 30 XXL-Fenster mit Sicherheitsglas und Dreifach-Verglasung eingebaut. Die größten Scheiben sind 4,70 Meter breit, über zwölf Quadratmeter groß und wiegen bis zu einer Tonne. Die Scheiben sind völlig rahmenlos und werden mit einer speziellen Technik von außen auf die Pfosten und Riegel geklebt.
Das Haus am Hang des Engelsbergs, in das Both mit Frau und zwei Töchtern im Frühling 2011 einziehen will, soll ein Referenzobjekt seines Unternehmens werden. Die Pfosten-Riegel-Konstruktion, Schiebeelemente und das Obergeschoss hat das Unternehmen gebaut. Kunden und Geschäftspartnern könne anhand des Hauses beispielhaft gezeigt werden, was das Unternehmen fertigen könne. Hartmut Both führt das Fenster- und Wintergartenbau-Unternehmen in der dritten Generation. |